Heute Nachmittag ist Father Francis sehr früh gestartet und so konnte ich mit ihm keine Details mehr bezüglich des Hostels, welches er mir organisierte, klären. Später hat sich dann heruasgestellt, dass er der Schwester Bescheid gegeben hat, dass alles geklärt wäre für meine Ankunft, wir uns aber noch nicht über den Weg gelaufen sind.
Zu diesem Zeitpunkt war ich mir aber nicht sicher, ob ich fahren sollte, da die letzten Tage gefühlsmässig und gesundheitlich wirklich eigenartig verlaufen sind, wenn ich darüber nachdenke.
Ausserdem habe ich heute mit Liz, der einzigen anderen Volunteerin hier, gesprochen, und sie sagte mir dass sie in Lushoto in der Klinik war, weil es ihr nicht gut gehe und sich herausgestellt habe, dass sie Malaria habe. Ihre Symptome dabei waren Kopfschmerzen und Nackenschmerzen.
Da läuteten etwas die Alarmglocken bei mir, weil ich dieselben Symptome ebenfalles letzte Woche hatte. So sprach ich mit Rogers über die ganze Sitution, welcher mir erkläre, dass er in der letzten Nacht mit eigenartigen Magenschmerzen aufgewacht sei und sich gewundert hätte, warum er die habe. Einmal mehr ein Grund, dass ich ihn bat mit mir in die 30 Minuten entfernte Montesory School zu gehen um sich checken zu lassen. Dort angekommen waren wir die einzigen, wodurch es nicht lange dauerte. Eine Weile später war es klar, ich dachte es mir schon vorher, wir haben beide Malaria mit je 2 Parasiten oder so. Das aber fand ich irgendwie gar nicht wirklich so stragisch, auch jetzt noch nicht, denn ich fühle mich überhaupt nicht schlecht, abgesehen von meinen emotionalen Schwankungen der letzten Tage. Außderm gibts an scheinend nichts, was der Manuel nicht ausprobieren muss.
Sei es wie es sei, am meisten stört mich, dass ich meine Tabletten stets genommen habe, sie aber nicht gewirkt haben, was bedeutet, ich habe mein Immunsystem vorsätzlich geschwächt um einer Krankheit vorzubeugen, die ich jetzt doch bekommen habe.
Soviel zur Schulmedizin.
Ob es eine gefährliche Art ist oder nicht konnte mir der Arzt nicht sagen, weil man das anscheinend immer erst im nachhinein erkennt, welch Ironie.
Eine Reihe von Tabletten soll dieses Problem lösen, ich bin gespannt.
Trotzdem hatte ich auch noch ein schönes Erlebnis heute, denn nach dem Check erkundeten wir das dortige Areal, was wirklich schön war und sahen in den dortigen Bäumen wirklich viele Buschbabys (das sind Affen). Sie schwingten sich von Baum zu Baum und spielten miteinander, wie ein paar Kinder. Das waren meine ersten Affen, die ich in der freien Wildbahn gesehen habe.
Meine Reise nach Tanga habe ich vorerst gecancelt, um zu sehen wie sich mein Zustand hier entwickelt. Vielmehr noch um mich auszukurieren, denn am Wochenende startet meine Safari, die ich auf jeden Fall durchziehen werde.