2011/08/27

Munich @ 2011-08-11


In München angekommen, war mein einziger Wunsch einzig und allein einen Schlafplatz zu finden, was ich aber als Erstes in diesem von massenhaft überfüllten in die Arbeit pendelnden Menschen und doch schönem monumentalem Bahnhof entdeckte, war möglicherweise eine der besten Nussschnecken meines Lebens. Die hat mir die nötige Kraft gegeben, dass nicht jetzt schon alles schief läuft.

Nachdem der Shuttletransfer zum Flughafen gecheckt war, gings ab ins nächste 10 minütig entfernte Hostel mit fast 20 kg Gepäck am Rücken. Dort hatten sie leider kein Bett mehr frei, so gings ins nächste wieder 15 Minuten entfernte Hostel weiter. Vorbei an nagelneuen Industriebauten und frisch sanierten klassischen Bauwerken und dazwischen durchzogen surrealistisch immer wieder gewaltige Bahngleisformationen das Stadtbild, als würde es sich dabei um einen Fluß handeln. Die Gegend erinnerte mich etwas an einen Hybriden aus unserem Regierungsviertel in St. Pölten und einer viktorianischen Altstadt. Im Hostel angekommen holte mich aber der Rezeptionist sofort wieder auf den Boden der Realität zurück, Deutschland ist kein Land der offenen Arme, sondern mehr der unbedingt einzuhaltenden Regeln. Trotzdem ist es mir, obwohl ich zu so ungewöhnlichen Zeiten ein Zimmer beanspruchte, nach einiger Zeit gelungen für 8 Stunden ein Dorm zu bekommen, wo ich zu meinem Glück sogar duschen konnte. Bezahlt habe ich trotzdem den vollen Preis, was solls, was tut man nicht alles fürs Wohlbefinden. Mit Nervosität im Bauch und Wehmut im Herzen, das erste Mal alleine Österreich zu verlassen und das für volle 2 Monate, fiel ich dann tot müde ins Bett.