Leise aber immer lauter werdend hörte ich die Melodie von Vangelis's Oxygen in meinem Kopf, als mir schlagartig bewusst wurde, ich sollt jetzt echt was tun, sonst ist der nächste Flug auch noch weg.
Aufgesprungen, restauriert und raus auf die Strasse in voller Montur. Den Bahnhof erreicht, stand der Shuttlebus schon bereit, nur die Abfahrt verzögerte sich um eine halbe Stunde wegen Bauarbeiten oder so. Aber dem nicht genug, denn nach einer längeren Fahrt und dem Finden des Terminals kam ich zur nächsten Hürde.
Mein zweiter Flug, den ich über Opodo buchte, war ein One-Way Ticket nach Kilimanjaro Airport, welches wahrscheinlich nicht kurzfristiger zu organisieren möglich gewesen wäre. Dieser Standpunkt hat Opodo etwas stutzig gemacht und deshalb eine Lichtbildausweisung per mail verlangt. Nur ist dieses mail um fünf Uhr morgens deselben Tages gekommen, wo ich gerade im Zug in Deutschland herumfuhr. Weil keine Antwort eingetroffen ist, wurde das Ticket natürlich umgehend blockiert, weshalb erstens kein Einchecken möglich war und zweitens extreme Spannung am Flughafen in der Luft lag. Spannung, die ich jedes Mal bemerkte, wenn ein Mitarbeiter des Flughafens was mit meinem Ticket unternehmen wollte.
Da nichts geholfen hat, setzte ich mich auf eine Bank und checkte die mails und siehe da, ich fand das Problem. Kurzerhand fotografierte ich meine Visa, etc. und schickte die Fotos per mail vom handy aus
an opodo. Das Ticket wurde dann zwar wieder entsperrt, trotzdem klappte das einchecken aber nicht. Also wieder zurück zum Schalter und weiter diskutieren. Glücklicherweise bekam ich es dort mit einem so netten Mitarbeiter zu tun, der mich gleich bat mit zu kommen, es würde alles geklärt werden. Das wurde es dann auch, denn wegen meiner Ticketprobleme und Flugangwohnheiten wurde ich als potenziell gefährlich eingestuft und komplett, wirklich komplett gefilzt. Sogar meine Wanderschuhe wurden gescannt. Als ich dann auch schon langsam beim aufgeben war und mir dachte, es soll wohl nicht sein, hieß es dann auf einmal, dankeschön, sie können gehen, sogar gleich den direkten Weg zum Gate ohne lästige Kontrollen ;-). Dieser Hoffnungsschimmer verleihte mir wieder Mut frei nach dem Zitat:
"Aller Anfang ist schwer!"
Als das Flugzeug vom Boden abhob und ich es bemerkenswerterweise geschafft habe, drin zu sitzen, erkannte ich, dass sich meine Reise nun in eine nächste Ebene verlagert und ich fing an mich über alles was passiert ist und passieren wird zu freuen. Dieser Moment war für mich irgendwie sehr wichtig, denn mit diesem hat alles erst wirklich begonnen.